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Systemische Beratung verstehen – Ein Buch, das Lust auf systemisches Denken macht

    Wer zum ersten Mal mit der Systemischen Therapie oder Systemischen Beratung in Berührung kommt, stellt schnell fest: Es gibt nicht den einen systemischen Ansatz. Stattdessen begegnet man einer Vielzahl von Begriffen, Schulen und Methoden – von zirkulären Fragen über Genogrammarbeit bis hin zu lösungsorientierter Beratung, Mailänder Schule oder narrativen Ansätzen.

    Das kann faszinierend sein – aber auch schnell unübersichtlich.

    Wer sich einen fundierten, verständlichen und gleichzeitig praxisnahen Einstieg wünscht, findet in „Systemische Beratung und Familientherapie – kurz, bündig, alltagstauglich“ von Rosmarie Schwing und Arist von Schlippe?(Korrektur: tatsächlich Rudi Schwing und Arist Fryszer) einen echten Klassiker der systemischen Literatur.

    Ein Buch, das Theorie endlich verständlich macht

    Viele Fachbücher zur Systemischen Therapie setzen umfangreiche Vorkenntnisse voraus oder verlieren sich in theoretischen Modellen. Schwing und Fryszer gehen einen anderen Weg.

    Sie erklären systemisches Denken so, wie es gedacht ist:

    verständlich, praxisnah und direkt anwendbar.

    Dabei gelingt ihnen etwas Besonderes: Sie reduzieren die Komplexität systemischer Ansätze, ohne sie zu vereinfachen. Leserinnen und Leser erhalten einen roten Faden, der dabei hilft, die unterschiedlichen Schulen und Denkweisen einzuordnen und ihre Gemeinsamkeiten zu erkennen.

    Gerade deshalb eignet sich das Buch hervorragend für Menschen, die sich zum ersten Mal intensiver mit Systemischer Beratung beschäftigen.

    Was bedeutet eigentlich „systemisch“?

    Eine der großen Stärken des Buches besteht darin, dass es nicht bei Methoden stehen bleibt.

    Es vermittelt zunächst die systemische Haltung.

    Denn systemisch zu arbeiten bedeutet weit mehr, als bestimmte Fragetechniken anzuwenden.

    Es bedeutet,

    • Menschen immer im Zusammenhang ihrer Beziehungen zu betrachten,
    • Verhalten nicht isoliert zu bewerten,
    • Ressourcen statt Defizite in den Mittelpunkt zu stellen,
    • unterschiedliche Perspektiven einzubeziehen,
    • und gemeinsam neue Möglichkeiten zu entwickeln, anstatt fertige Lösungen vorzugeben.

    Diese Haltung zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte Buch.

    Zahlreiche Werkzeuge für die Praxis

    Besonders wertvoll wird das Buch durch seinen hohen Praxisbezug.

    Die Autoren beschreiben nicht nur theoretische Konzepte, sondern zeigen anhand vieler Beispiele, wie systemische Interventionen tatsächlich eingesetzt werden können.

    Dazu gehören unter anderem:

    • zirkuläre Fragen,
    • Reframing,
    • Hypothesenbildung,
    • Auftragsklärung,
    • Ressourcenarbeit,
    • Genogrammarbeit,
    • Skalenfragen,
    • systemische Gesprächsführung
    • und zahlreiche weitere Interventionen, die sich unmittelbar in Beratung, Coaching oder Therapie anwenden lassen.

    Gerade diese Verbindung von Haltung und Handwerkszeug macht das Buch zu einem beliebten Begleiter in Aus- und Weiterbildungen.

    Für wen eignet sich das Buch?

    Obwohl der Titel sowohl Systemische Beratung als auch Familientherapie nennt, richtet sich das Buch weit über diesen Bereich hinaus.

    Es eignet sich unter anderem für:

    • angehende Systemische Beraterinnen und Berater,
    • Therapeutinnen und Therapeuten,
    • Coaches,
    • Supervisorinnen und Supervisoren,
    • Führungskräfte,
    • Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen,
    • Lehrkräfte
    • sowie alle, die systemisches Denken in ihrer beruflichen Praxis nutzen möchten.

    Auch erfahrene Praktiker greifen immer wieder darauf zurück, weil viele Interventionen kompakt und nachvollziehbar beschrieben werden.

    Warum dieses Buch seit Jahren ein Standardwerk ist

    Die Systemische Therapie hat sich in den vergangenen Jahrzehnten stetig weiterentwickelt. Seit ihrer wissenschaftlichen Anerkennung als Psychotherapieverfahren in Deutschland hat ihre Bedeutung noch einmal deutlich zugenommen.

    Trotz dieser Entwicklung gehört „Systemische Beratung und Familientherapie – kurz, bündig, alltagstauglich“ nach wie vor zu den Büchern, die in zahlreichen Ausbildungen empfohlen werden.

    Der Grund liegt auf der Hand:

    Es vermittelt nicht nur Wissen.

    Es vermittelt eine Art zu denken.

    Und genau diese Denkweise macht den systemischen Ansatz so wirkungsvoll.

    Unsere Buchempfehlung

    Wer einen kompakten, leicht verständlichen und gleichzeitig fachlich fundierten Einstieg in die Welt der Systemischen Beratung sucht, wird an diesem Buch kaum vorbeikommen.

    Besonders überzeugt hat uns die gelungene Mischung aus theoretischem Überblick, systemischer Haltung und zahlreichen sofort einsetzbaren Praxisimpulsen. Die Autoren zeigen eindrucksvoll, wie vielseitig systemisches Denken in der Arbeit mit Einzelpersonen, Paaren, Familien, Teams und Organisationen eingesetzt werden kann.

    Für uns gehört dieses Buch zu den besten Einstiegswerken in die Systemische Beratung – und zu denjenigen Büchern, die man auch Jahre später immer wieder gerne zur Hand nimmt.

    Unser Buchtipp:

    Schwing, R. & Fryszer, A. (2014): Systemische Beratung und Familientherapie – kurz, bündig, alltagstauglich. Vandenhoeck & Ruprecht. https://buchhandlung-christiansen.buchhandlung.de/shop/article/20025516/rainer_schwing_andreas_fryszer_systemische_beratung_und_familientherapie_kurz_buendig_alltagstauglich.html

    Ein persönlicher Hinweis: Wir verlinken unsere Buchtipps bewusst auf die Buchhandlung Christiansen. Uns ist es wichtig, unabhängige Buchhandlungen zu unterstützen. Das Schöne: Du kannst dein Buch dort genauso einfach online bestellen wie bei den großen Versandhändlern und bekommst es in der Regel versandkostenfrei nach Hause geliefert.

    Über die Autorin / den Autor

    Ursula Böhm

    Ursula Böhm

    ursula.boehm@ispf-hamburg.de |  + posts

    Seit 1994 leitet sie eine eigene Praxis für Systemische Einzel-, Paar- und Familientherapie in Hamburg und ist Gründerin sowie Lehrtherapeutin des ISPF. Sie verfügt über umfassende Ausbildungen in systemischen, körpertherapeutischen, hypnotherapeutischen und traumatherapeutischen Verfahren. Ihre Schwerpunkte liegen in der therapeutischen Arbeit mit Einzelpersonen, Paaren und Familien, der Durchführung von Familienrekonstruktionen sowie in der Supervision und dem Coaching für Institutionen.